Am 24. und 25. Juni 2026 durfte ich beim 5. KIN Roundtable Petfood in Neumünster als Speaker dabei sein. Mein Thema: KI im Alltag – konkrete Anwendungen für Petfood-Hersteller. Doch schnell wurde deutlich: Es ging an diesem Tag nicht nur um Petfood. Es ging um eine Frage, die aktuell viele kleine und mittelständische Unternehmen beschäftigt:
Wie können wir KI so einsetzen, dass sie im Arbeitsalltag wirklich hilft?
Nicht irgendwann. Nicht theoretisch. Sondern morgen früh im Büro, im Einkauf, in der Produktentwicklung, in der Qualitätssicherung, im Vertrieb oder in der Geschäftsführung.
Meine zentrale These im Vortrag war klar: Wer KI sinnvoll in den eigenen Arbeitsalltag integriert, kann aus meiner Sicht bis zu 2,5 Stunden pro Tag sparen. Durch bessere Routinen, klarere Prozesse und Tools, die lästige Aufgaben deutlich beschleunigen.
Vom Petfood-Alltag zum Mittelstand: Die Herausforderungen ähneln sich
Der KIN Roundtable Petfood ist natürlich ein Branchentreffen. Dort geht es um Qualität, Rohstoffe, Verpackung, Regularien, Trends und technische Entwicklungen. Doch gerade deshalb war der KI-Vortrag so spannend.
Denn viele der Herausforderungen, die Petfood-Unternehmen haben, kennen auch andere mittelständische Betriebe: Informationen müssen schnell bewertet werden. Kunden erwarten zügige Antworten. Normen, Anforderungen und interne Vorgaben werden komplexer. Meetings, Telefonate und E-Mails produzieren jeden Tag neue Aufgaben und viele Informationen, die aufbereitet, dokumentiert und weitergegeben werden müssen. Gleichzeitig sind die Teams oft klein, die Hierarchien flach und die To-do-Listen lang.
Genau hier wird KI im Mittelstand interessant als praktisches Werkzeug, das hilft, Zeit zu sparen und bessere Entscheidungen vorzubereiten.
Was mich besonders überrascht hat
Besonders auffällig war für mich die Reaktion im Raum. Nach dem Vortrag gab es viele Fragen, lebhafte Diskussionen und echtes Interesse. Und das, obwohl andere Beiträge an diesem Tag fachlich noch näher an der Petfood-Industrie lagen.
Für mich zeigt das sehr deutlich: KI ist kein Randthema mehr. Es beschäftigt Inhaber, Führungskräfte, Einkäufer, Produktentwickler und Qualitätssicherung gleichermaßen. Viele spüren, dass hier enormes Potenzial liegt. Gleichzeitig fehlt oft noch der konkrete Einstieg.
Die gute Nachricht: Genau dieser Einstieg muss nicht kompliziert sein.
Praxisbeispiel 1: Kundenkommunikation schneller und besser vorbereiten
Ein großer Teil meines Vortrags drehte sich um Kundenkommunikation. Denn hier verlieren Unternehmen jeden Tag viel Zeit: E-Mails beantworten, Rückfragen sortieren, Informationen zusammensuchen, Gesprächsnotizen dokumentieren, nächste Schritte formulieren.
Mit KI lassen sich diese Aufgaben deutlich vereinfachen.
Ein Beispiel: Aus einer kurzen Gesprächsnotiz aus dem Auto kann innerhalb weniger Minuten ein sauber formulierter CRM-Eintrag entstehen. Daraus kann die KI zusätzlich eine E-Mail-Zusammenfassung erstellen, nächste Aufgaben ableiten und sogar einen passenden Terminvorschlag vorbereiten und im Kalender hinterlegen.
Das Ziel ist nicht, Menschen aus der Kommunikation herauszunehmen. Im Gegenteil. Das Ziel ist, dass Du weniger Zeit mit Dokumentation und Formulierung verbringst und mehr Zeit für den eigentlichen Kundenkontakt hast.
Praxisbeispiel 2: Langdock als zentrale KI-Plattform nutzen
Im Vortrag habe ich auch mit Langdock* gearbeitet. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist das besonders spannend, weil es nicht nur darum geht, „mal eben ChatGPT zu nutzen“. Entscheidend ist, KI strukturiert, nachvollziehbar und möglichst sicher in bestehende Arbeitsabläufe einzubauen.
Gerade für Teams, die erste Erfahrungen sammeln wollen, kann eine zentrale Plattform helfen: weniger Tool-Chaos, klarere Regeln und ein gemeinsamer Einstiegspunkt für unterschiedliche Abteilungen.
Praxisbeispiel 3: Deep Research für komplexe Themen
Ein weiteres Beispiel war der Einsatz von Deep Research. Dabei geht es darum, komplexe Fragestellungen schneller zu erfassen, verschiedene Quellen strukturiert auszuwerten und daraus eine verwertbare Grundlage für Entscheidungen zu machen.
Im Petfood-Alltag ist das besonders relevant, wenn es um Normen, rechtliche Anforderungen, Inhaltsstoffe, Verpackung oder Marktveränderungen geht. Aber auch außerhalb der Branche ist der Nutzen klar.
Statt stundenlang Informationen zusammenzusuchen, Quellen zu öffnen und Inhalte manuell zu vergleichen, kann KI eine fundierte erste Analyse vorbereiten. Natürlich ersetzt das nicht die fachliche Prüfung. Aber sie beschleunigt den Weg zur relevanten Information enorm.
Für Führungskräfte bedeutet das: schnellerer Überblick, bessere Vorbereitung und mehr Zeit für die eigentliche Entscheidung.
Praxisbeispiel 4: Marketing schneller präsentierfähig machen
Auch im Marketing kann KI im Mittelstand schnell spürbaren Mehrwert schaffen. Viele Ideen bleiben liegen, weil die Umsetzung zu lange dauert: Produkttexte, Social-Media-Entwürfe, Präsentationen, Kampagnenideen, Kundeninformationen oder erste Visualisierungsideen.
Mit KI lassen sich Inhalte schneller strukturieren, Varianten erzeugen und testfähig machen. Das heißt nicht, dass alles ungeprüft veröffentlicht wird. Aber es bedeutet, dass Teams schneller von der Idee zum ersten brauchbaren Entwurf kommen.
Gerade in kleinen Unternehmen, in denen Marketing oft neben vielen anderen Aufgaben läuft, ist das ein echter Hebel.
Praxisbeispiel 5: NotebookLM für große Informationsmengen
Ein weiteres Tool, das wir betrachtet haben, war NotebookLM. Besonders spannend wird es, wenn große Datenmengen, Dokumente oder interne Wissenssammlungen verarbeitet werden sollen.
Statt lange in Unterlagen zu suchen, kann KI helfen, relevante Informationen zu finden, zusammenzufassen und für unterschiedliche Zielgruppen aufzubereiten. Zum Beispiel als Briefing, als Infografik-Idee oder sogar als Podcast-Format.
Das macht Wissen zugänglicher. Und genau das ist für viele Unternehmen ein unterschätzter Punkt: Oft ist das Wissen bereits vorhanden. Es ist nur nicht schnell genug nutzbar oder einfach zu konsumieren.
Warum 2,5 Stunden pro Tag realistisch sein können
Die 2,5 Stunden Zeitersparnis entstehen nicht durch eine einzelne Anwendung. Sie entstehen durch viele kleine Verbesserungen im Alltag.
Eine E-Mail schneller beantworten. Eine Recherche besser und schneller vorbereiten. Eine Gesprächsnotiz direkt weiterverarbeiten. Eine Präsentation schneller strukturieren. Ein Meeting effizienter nachbereiten. Eine interne Information schneller finden.
Für sich genommen wirkt jede Aufgabe klein. Zusammen ergeben sie einen großen Unterschied.
Und genau hier liegt die Stärke von KI: Sie nimmt nicht die Verantwortung ab. Aber sie reduziert Reibung. Sie hilft, schneller von der Aufgabe zur Lösung zu kommen.
Das passt auch zu meiner Mission: Mit KI deinen Berufsalltag erleichtern. Verständlich. Praxisnah. Effizient. KI muss nicht kompliziert klingen, um wirksam zu sein. Sie muss in Deinen Alltag passen.
Mein Fazit vom KIN Roundtable Petfood
Der Vortrag in Neumünster hat mir noch einmal gezeigt: Das Interesse an KI ist groß. Aber noch größer ist der Wunsch nach konkreten, alltagstauglichen Lösungen.
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen brauchen keine abstrakten Zukunftsvisionen. Sie brauchen Klarheit: Wo starten wir? Welche Tools passen zu uns? Welche Aufgaben lohnen sich zuerst? Wie nehmen wir unser Team mit? Und wie wird aus erstem Ausprobieren eine echte Routine?
Genau hier setze ich als KI-Berater und Praxisexperte für KI im Mittelstand an. Vom Einsteiger-Workshop für die ersten Grundlagen bis zu firmeninternen Workshops, die KI zur Routine im Unternehmen machen – immer angepasst an die spezifischen Bedürfnisse des jeweiligen Betriebs.
Denn KI wird dann wertvoll, wenn sie nicht zusätzlich Arbeit macht, sondern Arbeit erleichtert.
*Affiliate Link – GedankenTauscher ist im Partner Programm bei Langdock. Wenn du diesen Link nutzt, bekomme ich eine kleine Provision, für dich ändert sich nichts.

